Radball

Radball wurde am 14.September 1893 in den USA zum ersten mal gespielt. Dies geschah aber unter seltsamen Umständen. “Eines Tages” erinnerte sich Nicholas Edward Kaufmann, der berühmte Kunstradfahrer vor der Jahrtausendwende, “eine Tages lief mir ein kleiner Hund vors Rad, rasch hob ich das Vorderrad und beförderte damit den Mops so sanft es ging aus dem Wege – mich vor einem Sturz rettend, das Tier vor Verletzungen”. Dieses Kunststück per Zufall präsentierte der amerikanische Radakrobat bald darauf im überfüllten Washingtonring seiner Heimatstadt Rochester der Öffentlichkeit: ein kleiner Poloball war “Mopsersatz”, ein anderer Kunstfahrer, John Featherly, war sein Spielpartner. Man sprach von der Geburtsstunde des Radballs. Die damaligen Räder waren noch sehr primitiv im Gegensatz zu den heutigen Rädern. Das Duell “hoch zu Roß” wurde auf einer Art Hochrad, dem American-Star-Bycicle gespielt. Diese Sportart wurde schnell populär und kam auch bald über den großen Teich nach Asien und Europa.

Radball ist heute überwiegend in Europa beheimatet. Langsam stoßen Japan und Hongkong hinzu. Es gibt Weltmeisterschaften und innerhalb Europa werden ebenfalls Wettkämpfe ausgetragen.

Ansprechpartner

Rainer Mießner

Radball
05261 14284

Regeln beim Radball-Sport

Das Spielfeld ist genormt. International ist es 14 m lang und 11 m breit. Bei nationalen Veranstaltungen darf das Mindestmaß von 12 x 9 m nicht unterschritten werden. Das Spielfeld ist umgeben von einer 30 cm hohen Schrägbande.

Zur Mannschaft gehören zwei Spieler. Ein Torwart und ein Feldspieler, wobei der Torwart mit im Feld spielen kann und auch umgekehrt. Die Spielzeit beträgt

  • für Schüler- und Jugendmannschaften zwei mal 5 Minuten,
  • für Junioren-Mannschaften zwei mal 6 Minuten
  • für Elite-Mannschaften zwei mal 7 Minuten

Das Prinzip ist einfach. Der Ball wird durch Schläge mit dem Rad gespielt. Hände und Füße dürfen nicht benutzt werden; Ausnahme: Der Torwart darf mit seinen Händen abwehren.

Im Strafraum darf sich jeweils nur ein Spieler der verteidigenden und angreifenden Mannschaften befinden. Der verteidigende Torwart darf in seinem Strafraum auch die Hände zur Ballabwehr benutzen.

Wie beim Fußball gibt es auch Ecken und Ausbälle. Bei einem Ausball wird der Ball 1 m von der Ausstelle und der Bande entfernt mit einem Anschlag wieder ins Spiel gebracht. Bei einer Ecke wird der Ball von einem fixen Punkt (2 m von der Torlinie, 1 m von der Seitenlinie entfernt) wieder ins Spiel gebracht.

Natürlich gibt es beim Radball auch Regelverstöße. Im eigenen Strafraum (z.B. Fußabwehr) werden mit einem direkten Strafstoß geahndet. Die Torentfernung hierbei beträgt 4 m vom Zentrum des gestrichelten Abwehrkreises. Bei einer Bodenberührung während des Spiels mit Fuß oder Körper ist der betreffende Aktive erst dann wieder spielberechtigt, wenn er die verlängerte Torseitenlinie seines eigenen Strafraums überquert hat. Oft ist dies ein Handicap, da der geplante Angriff dadurch scheitert.